Römisch-Katholische Kirchengemeinde Offenburg St. Ursula

Am 1. Januar 2015 hat sich die Römisch-Katholische Kirchengemeinde Offenburg St. Ursulawww.kath-offenburg.de – aus den ehemaligen drei Seelsorgeeinheiten der Stadt mit ihren 14 Pfarrgemeinden gebildet und zählt momentan ca. 27 000 KatholikInnen.

Als römisch-katholische Kirchengemeinde sind wir eingebunden in das Dekanat Offenburg, die Erzdiözese Freiburgwww.ebfr.de/ – die weltweite Römisch-Katholische Kirche – von Griechisch “katholikós”, allumfassend, weltweit – die sich als bischöflich verfasste Kirche organisiert hat.

Die Kirchengemeinde vor Ort wird von einem Pfarrer zusammen mit dem Pfarrgemeinderat und den Gemeindeteams, die sich in jeder Pfarrgemeinde gebildet haben, geleitet. Bei Verwaltungsaufgaben steht die Verrechnungsstelle Offenburgwww.vst-offenburg.de – unterstützend zur Seite.

Die Kirchengemeinde versucht gemäß dem Motto Ihrer Konzeption, “Gott und den Menschen nahe”, das Gemeindeleben auf vielfältige Weise in Gottesdienst, Verkündigung, Gemeindeleben und Dienst am Nächsten zu leben.

Die Pfarrgemeinden der Kirchengemeinde feiern in den 14 Pfarrkirchen Gottesdienst, loben und preisen den Herrn, und lassen sich durch die Feier des Gottesdienstes für ihren Dienst am Menschen stärken. Eine Vielzahl von Gemeindehäusern ermöglicht den verschiedensten Gruppierungen der Kirchengemeinde, sich zu treffen und Aktionen vorzubereiten. Der Glaube freilich soll sich im Dienst am Nächsten erweisen.

So gilt die Sorge sowohl Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen, jungen und alten Menschen, die sich in einem breiten Angebotsspektrum von religiösen, caritativen bis zu gemeinschaftsfördernden Aktivitäten widerspiegelt. Dies wird sowohl von den Pfarrgemeinden selbst oder der Kirchengemeinde sowie in ökumenischer Gemeinschaft geschultert (siehe dieökumenische Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde).

Das “Haus des Lebens” – www.hdl-offenburg.de – sowie unsere Kindertagesstätten zeugen von der Sorge um werdende Mütter und deren Kinder. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellewww.efl-ortenau.de – ist ein Angebot für Menschen in vielfältiger Not. Die Malteser – www.malteser-offenburg.de – als kirchlicher Hilfsdienst gehören ebenfalls zur Römisch-Katholischen Kirche. Unsere Sozialstation St. Ursula unterstützt Menschen, die krank und gebrechlich sind, aber unbedingt zuhause bleiben möchten. Marienhaus und Vincentiushaus sind Angebote für die Unterstützung im Alter – www.vinzentiushaus-offenburg.de.

All dieses Wirken sehen wir als unseren Auftrag, der sich aus dem Doppelgebot Jesu ergibt: Du sollst den Herrn deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie Dich selbst. Vgl. Mk 12, 29-31

Mitglied unserer Kirche wird man durch die Taufe, die man als Kind oder als Erwachsener empfangen kann. Die religiöse Erziehung der Kinder obliegt den Eltern und Paten. Erwachsene werden in einem Einführungskurs mit dem Glauben vertraut gemacht.

Unsere Kirche kennt 7 Sakramente:

  • Taufe
    Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft
  • Firmung
    Stärkung durch die Kraft des Heiligen Geistes
  • Versöhnung
    Möglichkeit, mit Gott und Menschen einen neuen Anfang machen und die Vergebung der Sünden zu empfangen
  • Kommunion
    In den Zeichen von Brot und Wein empfangen wir „Gottes Leben und Kraft“
  • Ehe
    Bei der Eheschließung versprechen sich Mann und Frauein Leben lang zusammenzustehen.
  • Priesterweihe
    Männer werden zum besonderen Dienst der Verkündigung des Glaubens und zur Spendung der Sakramente bestellt.
  • Krankensalbung
    In Krankheit wird zugesagt, dass der Herr uns auch in dieser besonderen Situation nahe ist.

Unsere Kirche kennt eine Vielzahl unterschiedlichster Gottesdienstformen; die bekannteste Gottesdienstform ist die Heilige Messe, in der Gottes Wort verkündet wird und das Abendmahl gefeiert wird, indem die Kommunion gereicht wird.

Die Kirchengemeinde St. Ursula ist mit vielen anderen christlichen Glaubensgemeinschaften in Offenburg im Arbeitskreis Christlicher Kirchen – ACK – in Offenburg verbunden.

Den Impuls zu einem Arbeitskreis Interreligiöser Dialog gaben die Sitzungen zur Erstellung der Konzeption der Kirchengemeinde Offenburg St. Ursula in den Jahren 2013 und 2014 im Arbeitskreis 13 Interreligiöser Dialog. Frucht dieser Überlegungen war die Friedenserklärung, die 2014 zusammen mit anderen Religionsgemeinschaften auf den Weg gebracht wurde.

Eberhard Murzko

 

Artikel aus Baden Online, 25. Oktober 2022:

 

Artikel aus Offenburger Tageblatt, 22. November 2022:

Die evangelische Stadtkirche und die katholische Kreuzkirche waren die letzten Etappen der Besuche auf dem „Weg der Religionen“


Evangelische Stadtkirche

Die geführten Kirchenbesuche standen noch unter dem Eindruck der Kirchenverwüstungen der vergangenen Woche. Durch diese Vorkommnisse wolle man sich aber nicht beirren lassen, sondern weiter an Verständigung, gegenseitiger Achtung und gemeinsamem Handeln zum Wohl aller Menschen arbeiten, heißt es dazu in der Stellungnahme des Interreligiösen Arbeitskreises. Man sei dankbar für die vielen Solidaritätsbekundungen, die es auch aus anderen Glaubensgemeinschaften gegeben habe, eröffnete Hausherr Christian Kühlewein-Roloff, Pfarrer der evangelischen Stadtkirche, am Donnerstagabend die Veranstaltung, zu der sich zahlreiche Besucher der Religionsgemeinschaften zunächst in der evangelischen Stadtkirche eingefunden haben.
 
Das 1864 eingeweihte Gotteshaus war der Ort der ersten evangelischen Gemeinde in Offenburg, heute gehören etwa 13.000 Mitglieder zur Kirchengemeinde. Im Chorraum fallen zunächst drei bunte Kirchenfenster zu Christi Geburt, Karfreitag und Christi Himmelfahrt ins Auge, unmittelbar darunter abstrakte Werke des Oberkircher Künstlers Rainer Braxmaier. Davor der Altar mit der Heiligen Schrift, wo das Herz der Gemeinde schlage, wie Pfarrerin Jutta Wellhöner erklärte. Hier werde gebetet, Gottes Wort gehört, Brot und Wein geteilt. Der Altar zeige „Gott ist in unserer Mitte“.

Pfarrerin Jutta Wellhöner versammelte die Besucher um den Altar der evangelischen Stadtkirche. Die Bilder am Altar sind bei den Kirchenverwüstungen am 11. November glücklicherweise verschont geblieben.
 
An der Schnittstelle von Altar und Gemeinde steht die Kanzel aus Eichenholz, geziert mit den geschnitzten Bildnissen der vier Evangelisten. 14 Stufen hoch über den Köpfen der Menschen wurde früher das Wort Gottes verkündet, heute geschehe das „auf Augenhöhe" von einer Art Pult, dem Ambo aus.
 
Das Taufbecken erinnert an die Taufe als Eintritt in die Glaubensgemeinschaft. Die Verkündigung der „frohen Botschaft" geschieht auf verschiedene Weise, etwa durch Predigt, Gemeindegesang und Kirchenmusik. Zentrale Feiertage sind Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Erntedank. Taufe und Abendmahl sind zwei Sakramente, ,,die wir mit anderen Geschwistern in der Ökumene teilen", so Pfarrer Dirk Schmid-Harnisch. Die Glaubensgemeinschaft begleite das Leben der Menschen seelsorgerlich von der Taufe bis zum Tod, sie fühle sich der Ökumene sehr verbunden und engagiere sich im interreligiösen Dialog für den Frieden zwischen den Religionen und in der Welt. Musikalisch begleitet wurde die Kirchenführung der Stadtkirche von Posaunenchor und Orgel.
 
 
Römisch-katholische Kreuzkirche

In der nahen Kreuzkirche wurden die Teilnehmer der Kirchenführung musikalisch von einem kleinen Vokalensemble begrüßt. Die römisch-katholische Kirche ist die älteste christliche Glaubensgemeinschaft in Offenburg. Unter dem Motto „Gott und den Menschen nah" will sie heute auf die Menschen zugehen und die Größe und Liebe Gottes und die Erlösung durch Jesus Christus feiern, wie es im Begleitbuch zum „Weg der Religionen" heißt. Der erste Bau der Kreuzkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Auf den Grundmauern des durch den Stadtbrand von 1689 zerstörten Gotteshauses wurde die heutige Kirche errichtet.
 
Der Name Kreuzkirche gehe auf eine Legende zurück, nach der Kaiserin Helena das Heilige Kreuz wieder aufgefunden haben soll, wie Pfarrer Eberhard Murzko ausführte. Auf die drei aufgefundenen Kreuze habe man zur Beweisführung Schwerkranke gelegt, so sei das richtige Kreuz Christi kenntlich geworden. ,,Durch das Kreuz, so sagen wir als Katholiken, ist Gottes Heil zu uns gekommen", so der Pfarrer. Deshalb sei das Motiv der Kreuzerhöhung das zentrale Bild der Kreuzkirche auf dem Hochaltar.
 
Zentrale Punkte im katholischen Glauben sind das Wort Gottes – überliefert in der Heiligen Schrift – und die Feier des Abendmahls. Besondere Orte seien der Altar, auf dem das Abendmahl gefeiert und die Kommunion empfangen wird, von der Katholiken glauben, dass im Heiligen Brot Christus selbst empfangen wird. Am Ambo wird, wie auch in der evangelischen Kirche, das Wort Gottes verkündet und gepredigt. Neben Weihnachten und den Feiern vom Tod und der Auferstehung Jesu zählt auch Pfingsten zu den bedeutenden Feiertagen.